11.05.2010 von Annett Bonkowski

Black Rebel Motorcycle Club, Astra

Kaum hatten Black Rebel Motorcycle Club vor rund zwei Monaten ihr letztes Album "Beat The Devil's Tattoo" veröffentlicht, mussten sie auch schon in größere Clubs umziehen, damit sie dem gewachsenen Zuspruch von Seiten des Publikums während ihres Tourstopps in Berlin am 4. Mai gerecht werden konnten. Es sollte ein feierlicher, über zwei Stunden anhaltender Triumphzug werden, bei dem die Band ihre Live Qualitäten, wie schon in der Vergangenheit, mit enormer Energie und in allerbester Spiellaune dem erwartungshungrigem Publikum vorführte. Will man den musikalischen Ereignissen und der tobenden Atmosphäre mit Worten gerecht werden, dann sind Superlative ebenso unumgänglich wie die Tatsache, dass einem für so manche glückselige Momente einfach die Worte zu fehlen scheinen.

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04.05.2010 von Hella Wittenberg

She & Him, Lido

Die Walpurgisnacht steht bevor und in diesem Jahr laden She & Him zum Tanz in den Mai. Dieses Ereignis verwandelt sich in Windeseile zu einem urbanen Spektakel und nicht nur Berliner finden den Weg in das ausverkaufte Lido in Kreuzberg.

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04.05.2010 von Hella Wittenberg

Lightspeed Champion, Comet Club

Nach einem langen Arbeitstag, kurz vor dem Wochenende gönnt man sich gern eine kleine Ablenkung von dem Alltag, geht mit Freunden in eine Bar oder zieht durch die Clubs. So einige Grüppchen werden wohl am Donnerstagabend des 29. Aprils im Comet Club in Kreuzberg hängen geblieben sein. Dieser zeigt mit einer Kapazität von 250 Personen die Gemütlichkeit einer Bar und Lightspeed Champion sorgte für formvollendete Unterhaltung für die innerhalb der Woche müde geredeten Zungen.

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30.04.2010 von Annett Bonkowski

Caribou, Berghain

Eigentlich ein unerhörtes Ding, dass nur Fotos oder Bilder die Ehre haben eingerahmt zu werden, um ein Stück Vergangenheit für das Auge festzuhalten. Wäre es irgendwie möglich, dann müsste der letzte Abstecher von Caribou auf die Berliner Bühnen ebenso gewürdigt und mindestens in einem goldenen Rahmen zur Schau getragen werden.

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28.04.2010 von Juliane Schlei

Noah and the Whale, Frannz Club

„The First Days of Spring“ heißt das 2009 erschienene zweite Album der sympathischen Londoner Folkrockband Noah and the Whale. Und an diesen ersten Tagen im Frühling brachten sie neben ihrer Fiedel, ihren Gitarren und ihrem Charme auch eben dieses Gefühl am 24. April mit in den Frannz Club.

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17.04.2010 von Annett Bonkowski

Foals, C-Club

Das neue Foals Album "Total Life Forever" mag erst Anfang Mai erscheinen, doch das hält die Band nicht davon ab das neue Material schon einmal live auf den Bühnen dieser Welt zu testen. Der Startschuss für ihre Tour fiel am 12. April im Berliner C-Club und wie es sich gehört, sind alle nach dem Knall der Konzertankündigung flink losgerannt, haben sich eine Karte besorgt und den Foals damit ein volles Haus beschert.

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16.04.2010 von Annett Bonkowski

Mumford And Sons, Astra

Auch wenn die Erwartungen ebenso hoch waren wie bei ihrer letzten Tour im November, so konnte man gewiss sein, dass Mumford And Sons sie wieder mit Auszeichnung erfüllen würden wie schon vor ein paar Monaten. Dieses Mal tauschten sie zwar den Auftrittsort, was die räumliche Dimension angeht, gegen eine unbestritten viel größere Location ein, jedoch wusste die Band wie eh und je mit ihrem spielerischen Können und ihrem herzlichen Charme zu überzeugen.

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02.04.2010 von Hella Wittenberg

Laura Marling, Privatclub

Laura Marling spielte am ersten April 2010 im ausverkauften Berliner Privatclub. So klein der Club, so groß die Erwartungen an die gerade mal zwanzigjährige Engländerin. Schon früh drängen sich die Neugierigen ganz nah an die Bühne, um sich gemeinsam mit Nic Dawson Kelly auf einen folkigen Abend einzustimmen.

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30.03.2010 von Annett Bonkowski

I Am Kloot, Lido

Es muss nicht immer mit sein, es geht auch ohne - eine Vorband. I Am Kloot aus Manchester ließen die Vorspeise bei ihrem Auftritt am 26. März im Berliner Lido gleich weg und gingen sofort zum Hauptgang, nämlich ihrer eigenen Show, über. Und dieser schmeckte nicht nur dem Publikum, sondern augenscheinlich auch der Band selbst recht gut. Erzählen die Songs meist Geschichten von Liebe, damit verbundenen tragischen Momenten, inneren Ängsten und Schmerz und dienen der Seele als Ventil, gestaltete sich der Abend weitaus heiterer als die Ausgangssituation das vielleicht vermuten lässt.

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30.03.2010 von Juliane Schlei

Shout Out Louds, Astra

Im Dezember letzten Jahres begrüßten wir noch die Intimität! Dieses Gefühl bei hunderten Fans aufzubauen, das gelang der schwedischen Band Shout Out Louds bei ihrem Konzert im Lido und nun stellten wir uns die Frage, ob sie das bei ihrem ausverkauften Konzert im Astra Kulturhaus am 25.03.2010 wiederholen würden.

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Die Sterne, Lido

20.10.2009

Die Sterne Lido

Wir haben gemeinsam getanzt. Wir haben gemeinsam gesungen. Wir haben uns in den Armen gelegen und gedacht: So wie jetzt muss es immer sein! Und all dies gemeinsam mit Frank Spilker und seinen Sternen, gestern Abend. Wir haben sie gesehen, zusammen und selbst wer allein dort war, hat sie mit uns geteilt, unwillentlich im übervollen Lido. Und gern haben wir sie gehabt, die Sterne.

Ein Abend mit den Sternen entbehrt nicht einer Magie, die zwar jedem Gig innewohnt, jedoch an gemeinsamen Abenden mit den Sternen nicht so leicht zu sehen ist, wie bei Bands, die vom Publikum bis auf das Äußerste gefeiert werden. Man muss ihn sehen und hören wollen, den Zauber, den sie ganz unprätentiös auf ihren Konzerten unter das Publikum bringen. Es ist nicht allein die Musik, die großflächigen Klangteppiche, die sie gestern an unsere Ohren brachten, es ist das Zusammenspiel mit ihren präzisen Beobachtungen, die Frank Spilker, gestern in höchster Form, uns um die Ohren haute. Und mehr noch als diese Verbindung von Text und Musik, die auf den Platten schon groß ist, ist es Spilkers Art seine Songs dem Publikum zu präsentieren: ohne viel zu reden, sie einfach inbrünstig herunterzuspielen und mir Zuhörer das Gefühl zu geben, dass ich hier erwünscht und gern gesehen bin. Es war weniger ein Abend mit Freunden, wie andere Konzerte, denn ein Abend mit großartigen Musikern, die sich und ihre Musik gefeiert haben. Zu Recht.

Und gerne feiern wir mit ihnen, tanzen und singen, denn dies sind doch die Dinge, die man auf einem Konzert wirklich will: Tanzen und singen. Wer was anderes möchte, soll fernsehen. Denn wenn die Sterne spielen möchte ich noch auf dem Heimweg „Bis Neun bist du OK" in meinen Ohren haben, unverfälscht und wirklich echt. So wie die Sterne eben.

Artikel: Johanna Weidauer, Foto: Raymond Schmidt

http://www.diesterne.de/

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Kommentar von Paete | 22.10.2009

Ist es wirklich wahr? Haben die Sterne sich wiederbelebt? Klangteppiche gehörten ja nicht zu den erwähnenswerten Großtaten der Truppe. "Bis 9 ok sein" ist bekannt beliebt, zumindest bei Bekannten!
Boten sie mehr als Altes, Nostalgisches? Ich will es nicht glauben - es ist unmöglich. Ich bin mir sicher: die Sterne sind längst tot! Wer wird folgen?

Kommentar von hoerezu | 23.10.2009

Tod sind die Sterne, tot ist die SPD. Trist klingen sie die einfachen Wahrheiten der Stunde. Im Falle der SPD ist der König jedoch nur solange tot wie der andere König lange lebt. Die Sterne hingegen sind überhaupt nicht tot. Gut man kann ihnen vorwerfen, dass immer die gleichen Leute hingehen. Aber immerhin gehen die hin. Was ein viel zu volles Lido oder ein viel zu volles Zelt auf dem Immergut Festival zur Folge haben kann.

Bleibt der Vorwurf, dass die Leute die hingehen wie die Sterne immer gleich aussehen, und dass beide immer älter werden. Folgt also was der Kollege meint der leicht der martialischen Sprache verfällt, ist nicht „tot“ sondern „überholt“.

Dem möchte ich entschieden entgegen halten, dass die Sterne drei bis fünf zeitlose Gedanken geschaffen haben. Was für vieles was jetzt noch Utopie ist und morgen überholt sein wird (vgl. die Sterne „Es möchte Echt sein“) nicht gilt.

Überholt und in die Erinnerung an Zeit verbannt in der man die Sterne hörte und auf das wartend was kommt befindet man sich wohl in einem Post-Sterne-Loch. Wobei die Sterne das warten schon immer als Zeitverschwendung erachtet haben (vgl. Die Sterne „Das bißchen besser“) was vielleicht auch die eine oder andere schwächere Platte erklärt.


Also was kommt nach den Sternen? Inhaltlich die Ernüchterung, dass man alles als Wiederholung bezeichnen kann, es gab ja schließlich auch ein vor den Sternen. Und musikalisch wird es wohl immer um den Zeitgeist im musikalischen Sinne gehen.


Die Sterne werden weiter stattfinden und bei gleichbleibendem Zulauf auch immer ihre Berechtigung haben, leider jedoch immer in den Ecken in die sie gedrängt werden, wie zum Beispiel ein viel zu volles Lido.

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